Di

01

Mai

2018

"Die Novelle" hat mich was gefragt

Wenn eine Literaturzeitschrift "Die Novelle" heißt, kann man schon mal auf den ersten Eindruck des womöglich Hausbackenen hereinfallen. Doch diese eine, die ich meine, nennt sich im Untertitel "Zeitschrift für Experimentelles", gar "Zentrale" desselben. Daniel Ableev, eine der verantwortlichen Zentralfiguren, hat mir Fragen gestellt. Man kann das Ganze dort oder auch hier nachlesen.

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So

01

Apr

2018

Claudius Seidl über die Rede von der "jüdisch-christlichen Tradition"

Claudius Seidl hat etwas gegen Horst Seehofer, Alexander Dobrindt, Angela Merkel. Seehofer, Dobrindt und Merkel sprechen neuerdings von der "jüdisch-christlichen Tradition". Also muss Herr Seidl die Zulässigkeit dieses Sprechens irgendwie infrage stellen.

In der Frankfurter Sonntagszeitung vom 1. April 2018 tut er das. Und baut dabei ein so schiefwinkliges Argumentationshäuschen, dass man sich zeitweise fragen kann, ob der u.a. für seine grandiosen Kinofilm-Rezensionen bekannte Autor hier eine eigene Art von Aprilscherz erzählt. Nein, tut er nicht.

Man erkennt die Absicht und bedauert, wie der Gegenstand entsprechend hingebogen wird:

"Wenn ein Mensch zum anderen sagt: 'Du gehörst zu mir'", beschreibe dieser Satz "mehr einen Wunsch als eine Wirklichkeit; er bekundet eine Absicht". Seit wann ist der Indikativ ein Konjunktiv? Müsste besagter Mensch, so er einen Wunsch oder eine Absicht äußern wollte, nicht eher sagen: "Ich möchte, dass Du zu mir gehörst./Es wäre schön, wenn Du zu mir gehörtest und dafür will ich alles tun."

Es folgen Variationen, was gemeint sein könnte, wenn heute von "jüdisch-christlicher Tradition" gesprochen wird, Variationen, die deren unheilvolle historische Höhepunkte (Kreuzzüge, korruptes Christentum, Antisemitismus, Holocaust) aufzeigen. Wir erfahren dabei sogar folgendes: "In dem hübschen kleinen Städtchen Weilheim, wo Alexander Dobrindt seinen Wahlkreis hat, gab es, wie die Chroniken berichten, im frühen Mittelalter eine jüdische Gemeinde. Nach dem Pestjahr 1349 lebte dort kein einziger Jude mehr." Darf Herr Dobrindt deshalb den Ausdruck "jüdisch-christliche Tradition" nicht in den Mund nehmen?

Dürfen wir, weil unter den Etiketten "Sozialismus", "Demokratie", "Freiheit", "Gerechtigkeit" etc. (auch) viel Elend und Schrecken verbreitet wurden, diese Begriffe nicht mehr verwenden?

Als ich Ende der siebziger Jahre begann, Theologie zu studieren, war es für mich und einen Großteil meiner KollegInnen durchaus nicht vertraut, dass die progressiven Lehrenden sowohl im katholischen als auch evangelischen Fachbereich konsequent den Ausdruck "jüdisch-christliche Tradition" gebrauchten. Sie taten dies nicht nur aus Gründen theologischer Folgerichtigkeit einer angemessenen Rede vom Christlichen, die um ihre jüdischen Wurzeln weiß, sondern auch im Bewusstsein einer erst wenige Jahrzehnte zurückliegenden gesellschaftlichen Wirklichkeit (inkl. ihres christlich-theologischen "Überbaus"), die auf die Eliminierung alles Jüdischen abzielte. Dies kritisch wach zu halten, dafür stand der Ausdruck "jüdisch-christliche Tradition".

Wenn in Zeiten, in denen antisemitische Vergehen zunehmen, PolitikerInnen (zumal mit christlichem Bekenntnisanspruch) darauf hinweisen, dass jüdische Traditionen zu Deutschland gehören (im Indikativ!), dann kann ich darin keine "Flucht vor der Glaubensverbindlichkeit ins allgemein Menschliche und Abendländische" erkennen sondern eher eine Ansage, die sich geschichtssensibel gegen den alten Antisemitismus und grenzmarkierend gegen den aktuellen Antisemitismus positioniert.

Fragwürdig ist doch nicht das Bekenntnis zu der vorhandenen Tradition, sondern deren Leugnung, oder?

 

PS: "Der Christ, der aus seiner Kirche austritt und sein Glaubensbekenntnis widerruft, hört auf, ein Christ zu sein. Der Jude, der getauft ist, ist ein getaufter Jude." Der aus der Kirche ausgetretene Christ, lieber Herr Seidl, ist aus der Kirche ausgetreten, nicht aus der Christengemeinschaft. Die Taufe ist irreversibel. Die katholische Tradition sieht das ein wenig strenger als die evangelische. Gleichwohl.

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Do

15

Feb

2018

Abifeier (Eric Nil)

 

 

 

 

In Deutschland wird durchschnittlich jede dritte Ehe geschieden. Patchworkfamilien sind inzwischen eine alltägliche Form des sozialen Zusammenlebens. Es könnte - zumindest für die "glücklich" getrennt und neu Verbundenen - alles so einfach sein, gäbe es im Leben eines Menschen nicht ab und an jene feierlichen Ereignisse, bei denen die Anwesenheit des leiblichen Elternpaares geboten zu sein scheint, bzw. einfach schön wäre: Hochzeit, Enkelkindtaufe, ... oder auch die Schulentlassfeier.

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Fr

12

Jan

2018

20. Irseer Pegasus 2018

Vom 05.-07. Januar 2017 fand im Kloster Irsee (Ostallgäu) zum zwanzigsten Mal der mit einem Autorenworkshop kombinierte Literaturwettbewerb "Irseer Pegasus" statt. Aus gut 130 Bewerbungen waren 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt worden, die im Rahmen des Autorenworkshops ihren eingereichten Text (Lyrik, Prosa) in exakt 15 Minuten (Stoppuhr!) vortrugen und 20 Minuten lang (Stoppuhr!) zur Diskussion stellten. Die Texte wurden direkt im Anschluss von der Jury (Sylvia Heudecker, Markus Orths, Nora Bossong) und den 17 Kolleginnenn und Kollegen diskutiert. Ich war eine der Teilnehmerinnen.

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So

26

Nov

2017

Stehen und gehen

 

"Er sei da gestanden, als sie am Morgen den Laden aufgesperrt habe, sei er da ge­standen, vor dem Brunnen, direkt am Rand. Sie habe sich nichts weiter dabei gedacht. Jeder dürfe ja dort stehen.

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Do

05

Okt

2017

Literaturnobelpreis 2017

 

 

Just telling him, Kazuo Ishiguro is awarded the 2017 Nobelprize in Literature ...

 

 

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Sa

08

Jul

2017

Bachmannpreis 2017 - Die Audiopodcasts

 

 

Wie in den Vorjahren hat Wolfgang Tischer von literaturcafe.de mit mir über die Lesungen und Diskussionen während des laufenden Wettbewerbs um den Bachmannpreis gesprochen und die Gespräche in Audiopodcasts aufgezeichnet. Im Unterschied zu 2016 haben verschiedene Gäste an unseren Gesprächen teilgenommen.

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So

02

Jul

2017

Bachmannpreis 2017 - Kunst, Information oder kann das weg?

Diese Woche Donnerstag, am 5. Juli, beginnen in Klagenfurt die Lesungen um den Bachmannpreis 2017.

Bevor wir die vorgetragenen Texte der jeweils sieben geladenen Autorinnen und Autoren kennenlernen, gibt es vorab schon mal Gelegenheit, diese - mehr oder weniger - persönlich kennenzulernen.

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So

11

Jun

2017

Bachmannpreis 2017 - Man stelle sich vor

 

 

Im vergangenen Jahr wurde am Wörthersee Geburtstag gefeiert: Vierzig Jahre Bachmannpreis! Das Jubiläum bezog sich auf das  Jahr der Entscheidung, alljährlich in Klagenfurt einen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb zu veranstalten.  Zum ersten Mal ausgetragen wurde der Bewerb dann im darauffolgenden Jahr. Das heißt: Auch 2017 ist ein Jubiläumsjahr!

Und wie anders sah es damals aus ...

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Mi

24

Mai

2017

Bachmannpreis 2017 - „Das süße Glück der Hirngerichteten“

Was es mit dem süßen Glück der Hirngerichteten auf sich hat, werden wir erst am 5. Juli bei der Eröffnung der "41. Tage der deutschsprachigen Literatur" (= Bachmannwettbewerb) erfahren. Der Schriftsteller Franzobel, Bachmannpreisträger aus dem Jahre 1995, hat seine "Klagenfurter Rede zur Literatur" unter besagten Titel gestellt und wird am Eröffnungsabend hoffentlich, nein, gewiss Antwort geben, wer die Hirngerichteten sind und worin ihr süßes Glück besteht. Und noch etwas erfahren wir an diesem Abend, nämlich die Lesereihenfolge, d.h., wann die eingeladenen Autorinnen und Autoren während der Wettbewerbstage (6.-8. Juli 2017) jeweils lesen werden.

 

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Di

21

Mär

2017

OuLiPo - "WILD"

Zum "Welttag der Poesie" eine kleine Verbeugung vor der OuLiPo-Autorenvereinigung ("L' Ouvroir de Littérature Potentielle" =„Werkstatt für Potentielle Literatur“). Sie fasst und zelebriert den "formalen Zwang" als literarisches Gestatungsprinzip.

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So

12

Mär

2017

Blogbusterpreis 2017 - Die Longlist

Was es mit dem Blogbusterpreis auf sich hat - wieso, weshalb, warum und wer? -, habe ich im letzten Beitrag beschrieben. Inzwischen steht die  komplette Longlist fest. Statt wie geplant fünfzehn, gehen nur vierzehn AutorInnen an den Start um die drei Plätze auf der Shortlist.

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So

26

Feb

2017

Blogbusterpreis 2017

Auf der Frankfurter Buchmesse 2016 wurde auf Initiative von Tobias Nazemi das Projekt "Blogbuster - Preis der Literaturblogger" gestartet:

"Ziel des Wettbewerbes ist es, ein neues, herausragendes literarisches Talent im Bereich Gegenwartsliteratur zu entdecken."

Ein bisschen geht es auch noch um etwas Anderes.

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Sa

24

Dez

2016

Adventskalendertweets 2016 für den kleinen Wortfreund

Anders als im Vorjahr mit dem knobel-knubbeligen Adventskalender  und  im Vorvorjahr mit dem gut text- und bildbestückten Adventskalender von "Mhhh!" bis "Hoho!" gab es in diesem Jahr nur ein Sparflammenmodell täglich aktuell auf Twitter.

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Fr

25

Nov

2016

"Von Beruf Schriftsteller" (Haruki Murakami)

Seit 2012 zählt Haruki Murakami zu den Hauptanwärtern auf den Literaturnobelpreis.

Viele Wettbüros hatten ihn auch 2016 wieder unter den Top Three. Dass im DuMont Verlag, bei dem die Werke Murakamis in deutscher Übersetzung erscheinen,  alljährlich kurz vor der Verkündigung in Stockholm der Sekt kalt gestellt wird, um dann nach der Verkündigung nur gegen den Frust heruntergespült zu werden,

hat sich inzwisschen zu einem wenig lustigen Running Gag entwickelt. Wie hoffnungsfroh man in diesem Jahr beim Verlag war, lässt sich daran ablesen, dass der Tag der Nobelpreisverkündigung - der 13. Oktober - als Erscheinungsdatum für Murakamis neue Veröffentlichung gewählt wurde. Es wäre ja  zu schön gewesen.

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Mo

19

Sep

2016

Lektor sein ist sehr supi!

Liebe Kinder,

wenn ihr nicht wisst, was ihr werden wollt, werdet doch einfach Lektor!

Lektor?

Ja, das sind die, "die sich mit den Autoren herumschlagen."

Wir wollen uns aber nicht rumschlagen.

Alles halb so wild. Die meiste Zeit könnt ihr viel schönere Dinge machen. Schön ist - zum Beispiel -, "die erste Seite eines PDF zu öffnen", denn "Manuskripte sind 

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So

03

Jul

2016

Bachmannpreis 2016 - Die Podcasts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Live aus Klagenfurt am Wörthersee berichte(te)n Wolfgang Tischer von literaturcafe.de und ich in täglichen Audiopodcasts über die

"40. Tagen der deutschsprachigen Literatur".

Allesamt (die Audiopodcasts!) nachzuhören hier:

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Di

28

Jun

2016

Bachmannpreis 2016 - Vorglühen (2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe mir die Videoporträts der Autorinnen und Autoren, die bei den "40. Tagen der deutschsprachigen Literatur" lesen werden, angeschaut und festgestellt: "Viel Wald, viel Park und Männer in Nahaufnahme".

Teil 1

Teil 2

 

 

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Fr

27

Mai

2016

Bachmannpreis 2016 - Vorglühen (1)

 

 

 

 

 

 

Vom 29. Juni bis 3. Juli 2016 finden in Klagenfurt am Wörthersee die "40. Tage der deutschsprachigen Literatur" (kurz: "der Bachmannwettbewerb") statt.

Auch in diesem Jahr werde ich unter der Rubrik "Bachmann und Brockmann" auf literaturcafe.de darüber berichten.

 

Es geht los mit einer Gratulation.

 

 

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So

24

Apr

2016

Das ist doch ein Roman

 Man muss sich Thomas Glavinic als einen Dealer vorstellen: Er baut und veräußert Authentizitätsfiktionen, deren halluzinogene Wirkung uns glau­ben macht, wir wüssten nach dem Konsum seiner Romane, wer und wie ihr Verfasser ist.

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Fr

11

Mär

2016

"Natürlich ist es unsere neurotische Hyperreflexion ..."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir kommen“, kündigt Ronja von Rönne im Titel ihres Debütromans an, und mir kommt als Erstes Peter Lichts „Wir werden siegen, wir wer­den siegen, dann werden wir eben siegen“ in den Sinn: Von Euphorie wird – wenn überhaupt – hier wie dort nur mit angezogener Handbremse gesprochen, im Modus der Coolness.

 

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Sa

23

Jan

2016

Du, Tilman - 2

"Im alone in a box of stone", benjaminclementined es einem durch den Sinn, wenn man die täglichen Tagebuch-Doku-Fotos vom armen Poeten betrachtet, der innerhalb von drei Monaten online und öffentlich einen Roman schreiben soll und  dies seit zwei Wochen macht: Blass, mit zerzausten Haaren, Augenringen und melancholisch-verzweifelt-ratlosem Blick sitzt er vor einem Ikea-Sofa an einem Holztisch und schaut auf ein selbstgebasteltes Stillleben, das irgendwie mit dem tagsüber geschriebenen Kapitel zu tun hat.
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Do

21

Jan

2016

Du, Tilman - 1

Da stellt ein Verlag seinen Autor aus. Der soll unter den Augen der Internet-Öffentlichkeit einen Roman schreiben. In der Zeit vom 11. Januar bis zum 8. April 2016 werktäglich ungefähr zwei Seiten. Für alle Beteiligten gilt: "Morgen mehr".

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So

27

Dez

2015

Es ist unmöglich

Mozartweg 14.“

 

Kein Problem. Mozartweg 14.“

 

Nichts ist schöner, als bei Schneegestöber durch die Nacht gefahren zu wer­den,

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Do

17

Dez

2015

Der knobel-knubbelige Adventskalender - 17. Kläppchen

Neulich war im Hochhaus der Teufel los.

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Mi

16

Dez

2015

Der knobel-knubbelige Adventskalender - 16. Kläppchen

Was dabei herauskommt, wenn man die Würfelgruppe vom "Festmenue" (15. Kläppchen) auf den Kopf dreht: Die Geschichte von Fred.

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Do

03

Dez

2015

Der knobel-knubbelige Adventskalender - 3. Kläppchen

Heute geht es um eine liebe Gewohnheit, Nachbarschaft und Pädagogik.



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Mi

02

Dez

2015

Der knobel-knubbelige Adventskalender - 2. Kläppchen

Als bereits am 2. Dezember die Würfler schon keine Lust mehr auf Würfeln hatten, rieß droben am Himmel das finstere Regengebirge auf und der große Würfelspieler verkündete donnernd: "Ihr Verzagten, Gelangweilten und Vielbeschäftigten, stellt Euch mal nicht so an! Aufgeben gilt nicht! Sehet, nicht mal ICH habe den Laden bisher hingeschmissen, obwohl Ihr es mir wahrlich nicht leicht macht, Ihr mit euren Launen und Marotten! Reißt Euch mal zusammen!

Und als Zeichen des guten Willens gebe ich Euch zu den drei Würfeln noch einen weiteren hinzu. Alsdann, unerschrocken ans Werk!"

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Di

01

Dez

2015

Der knobel-knubbelige Adventskalender - 1. Kläppchen

In diesem Jahr würfeln wir uns erzählend zum Weihnachtsfest.

Neun kleine Würfel, die keine "Augen" haben, sondern Motive (nicht im Sinne von Beweggrund, den mögen sie gewiss auch haben, so schön wie sie über die Tischplatte kullern, und fraglos wäre es eine gute und große Aufgabe, einmal der Frage nachzugehen: Was will der Würfel? Dieses Ding an sich? Aber wir wollen ja nicht philosophieren, sondern erzählen. Und was braucht es da als allererstes, noch vor allen Beweggründen und Absichten? Ja, genau: BILDER!)

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Do

12

Nov

2015

"Taxi-Box"

Für die einen war es der Martinstag, für die anderen der Beginn der fünften Jahreszeit und für wieder andere der Tag, an dem die "Taxi-Box" an den Start ging.

Gestern, am 11.11. ist im Hanser Verlag die Anthologie "Taxi Deutschland: Geschichten von der Straße" erschienen. Eine Sammlung kurzer Texte im E-Book-Format.

Lektor Florian Kessler hatte im Sommer per Video  dazu aufgerufen, ihm für eine neue Ausgabe der alle zwei Wochen erscheinenden Hanser Box Taxigeschichten (erlebte oder erfundene) zuzusenden. Aus den eingesandten Texten wurden je eine,

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So

01

Nov

2015

"1000 Tode schreiben"

Im Dezember 2014 startete die Berliner Verlegerin Christiane Frohmann das E-Book-Projekt "Tausend Tode schreiben".

Das Konzept ist: Es sollen 1000 Texte (jeweils bis zu 3000 Zeichen) geschrieben und gesammelt werden, in denen es um den Tod bzw. Erfahrungen mit dem Tod geht. Keine theoretischen Abhandlungen sind gefordert, sondern persönliche Sichtweisen. Die Textsorte kann frei gewählt werden: Brief, Gedicht, Kurzgeschichte, Tagebucheintrag, etc. - und die Sprache übrigens auch, es finden sich in der Sammlung einige (wenige) fremdsprachliche Texte.

Die Grundidee des Ganzen ist, dass alle Beiträger "zusammenwirkend einen transpersonalen Metatext über den Tod schreiben, aus dem wiederum ein plausibles Bild dessen entsteht, wie der

 

 

 

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Di

06

Okt

2015

"Brockmann lehrt, wie man" ...  beim Einkaufen sich wundert

Der Kapitalismus ist bekanntermaßen ein großer Umwälzer. Nichts darf bleiben, wie es ist. Wieder und wieder muss eine neue Sau durch´s Dorf ge­trieben werden: schöner, größer, bunter und mit noch mehr Funktionen. Stillstand ist Rückschritt. Dat wolle mer nit.

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Mi

30

Sep

2015

Clemens Setz: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

Seit dem 6. September ist Clemens J. Setz´ neuer Roman auf dem Markt. In jedem deutschsprachigen Feuilleton wurde das 1019 (!) Seiten umfassende Werk bereits besprochen. Die Kritik fiel nahezu einhellig positiv aus (Ausnahmen sind die Rezensionen von Jan Wiele  - eher moderat - und Bettina Hartz, die in der F.A.S. vom 27.09.15 deutlichere Töne anschlägt: leblose Dialoge, überflüssige Wiederholungen, viel Belangloses, u.a.).

Entsprechend groß waren die Verwunderung und Enttäuschung, dass der "provokativste, intelligenteste, sprachmächtigste und verstörendste Roman des Jahres" nicht in die engere Wahl für den Deutschen Buchpreis 2015 gekommen ist.

Der LeserInnenbegeisterung tut das keinen Abbruch. Auf Twitter findet unter #fraugitarre ein reger

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Do

10

Sep

2015

k . west

Mein erstes "k.west"!

Nein, ich bin nicht plötzlich Fan des Gatten von Kim Kardashian, und "k.west" ist auch keine Hip-Hop-Vereinszeitschrift. Obwohl, um Musik geht es im "Kulturmagazin des Westens" auch. Darüber hinaus geht es aber noch um Filme, Ausstellungen, Theater, Architektur, Design, Ballett, Bildende Kunst und Literatur.


Vor zwölf Jahren gegründet, vor fünf Jahren erstmals relaunched und zum aktuellen September-Heft erneut erneuert: "Der New Look gibt sich geradliniger: `k´ und `west´ stehen auf einer Höhe, der Eck-Punkt verbindet die beiden Elemente", erläutert Chefredakteur Andreas Wilink das neue Cover. Inhaltlich neu ist, dass es im Magazin k.west laut Untertitel nun neben "Kunst" und "Kultur" auch um "Gesellschaft" geht. Auf diesen drei Beinen steht fortan das anspruchsvoll konzipierte und hochwertig gestaltete Vademecum durch das monatliche Kulturgeschehen in Nordrhein-Westfalen.


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Di

08

Sep

2015

"Erbseninseln"-Geburtstag!

Heute vor einem Jahr waren sie endlich da!


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So

16

Aug

2015

"Die Sachensucherin"

Das Literaturbüro Ruhr hatte einen Kürzestgeschichten-Wettbewerb ausgeschrieben.

Im letzten Jahr.

Und was geschah dann?

"1449 Einsendungen trafen im Literaturbüro ein, viele enthielten die maximal möglichen zwei Texte, die Jury hatte so 2308 Kürzestgeschichten zu sichten. Deren Verfasser stammten aus Deutschland, seinen Anrainern, aus der zunehmenden Ferne Italiens, Kroatiens, Ungarns, Schwedens und Islands." (Vorwort, "Die Sachensucherin")

Es verging viel Zeit.

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Mi

05

Aug

2015

"Was für eine liebenswerte Spinnerei"

 

 

 

Jepp!

"Mare - Die Zeitschrift der Meere" hat meine "Erbseninseln" gelesen -

und Gefallen daran gefunden.

In der aktuellen Ausgabe - mit der Schnapszahl Nr. 111 - ist das dänische Mini-Archipel unter der Nr. 6 auf der

Mare-Schauplatzkarte vermerkt.

 

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Di

16

Jun

2015

Offene Gartenpforte

Heute ist es hier ein wenig kühler und bedeckt. Eine gute Gelegenheit, sich das Draußen einmal von drinnen aus anzuschauen. Es gibt da ein paar Fotos, auf denen  an-nä-hernd erahnt werden kann, in welch muggeligem Biotop ich mich seit Wochen aufhalte - nein-nein, nicht auf der faulen Haut, sondern feste busy in gardening, und das ist sooo erholsam. Echt.

Also hereinspaziert und gucken/zoomen.

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Sa

13

Jun

2015

Royal weekend

Was für ein Wochenende: Gestern entzieht König Felipe seiner der Steuerhinterziehung verdächtigten Schwester Christina den Titel "Herzogin von Palma", heute ist "Trooping the colour", die Geburtstagsparade zum 89. Geburtstag der Queen, sodann die Hochzeit zwischen dem Rennfahrer Carl Philip von Schweden und der Yogalehrerin Sofia Hellqvist, und die Bräutigamsschwester Prinzessin Madeleine kann jeden Moment mit ihrerm zweiten Kind niederkommen. Können sich die Royals nicht ein bisschen besser abstimmen? Wir gemeines Fußvolk kommen da kaum nach. Im Anschluss an dieses Wochenende ist wahrscheinlich wieder dröllfzig Tage nix los am Hof und wir müssen uns langweilen, grillen, trinken, lange Briefe schreiben. Herrschaften, es ist Zeit, dass ihr eure Sonnenuhren miteinander vergleicht, und dann legt los mit übersichtlichen, gerechten Terminvergaben!

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Mo

18

Mai

2015

Ich habe mir von Jan Weiler "Kühn hat zu tun" vorlesen lassen

Wir kennen das vom „Tatort“: Ein Kriminalfall soll erzählt und gelöst werden, doch fünfzig Prozent der Story wird darauf verwandt, die per­sönliche Befindlichkeit des Ermittlers vorzuführen. So auch in Jan Wei­lers neuem Roman „Kühn hat zu tun“, dem Krimi-Debüt des sprachge­waltigen Kolumnisten (ehemals für das SZ-Magazin, den stern, dann für die Welt am Sonntag und die Sonntagsbeilage auf Bayern 2), der seit sei­nem Romanerstling „Maria, ihm schmeckt´s nicht!“ dauerhaft zu den Bestsellerautoren der gehobenen Unterhaltungsliteratur im deutschspra­chigen Raum gehört.

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Mo

20

Apr

2015

"Das Dach"

Es gibt doch diese Literaturplattform "54stories".


Kennt man, nh?


Ja, die mit dem schönen literarischen Adventskalender im letzten Jahr.


Ja, die, auf der man die Meinung vertritt: "Es gibt nie genug Geschichten."


Ja, also da ist heute meine Geschichte "Das Dach" veröffentlicht worden.

So fängt sie an:


Wir brauchten keinen Spatz. Wir hatten diese Taube. Die führten wir auf dem Dach an einer Leine spazieren. An einer sehr langen Leine.


Und hier geht sie weiter.



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Mi

01

Apr

2015

Wider die Wiederholung

"Streit war der Soundtrack meiner Kindheit.“ Luis Maiwald bilanziert ohne Lamoryanz. Der Ich-Erzähler in Linus Reichlins Roman „In einem anderen Leben“ schildert eher ein wenig lakonisch, auf welch eigene Weise seine Familie unglücklich war.

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So

01

Feb

2015

Alle Zürich-Besucher gehen ins Museum ...

... und die ganz harten, die

gehen in den Botanischen Garten!

 

Mir war danach: Schön im Schnee und kaum von Menschen umgeben, mal nachgucken, wie es wintertags im Botanischen Garten ausschaut:

In der Mitte sind zwei Palmen zu sehen.

Und dahinter, etwas verhangen, Berge. Dazwischen denke man sich den Zürichsee.

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Sa

31

Jan

2015

"Texte des Monats 2014"

Gestern war Lesung der "Texte des Monats 2014"

im Literaturhaus Zürich.

 

Sehr fein war´s. Alles.

 

Und man glaubt es kaum,

niemand der ca. 80 ZuhörerInnen hielt ständig ein Smartphone in die Höhe, um Fotos zu schießen. Genau genommen wurde kein einziges Foto geschossen, so schön konzentrierte man sich auf das, was auf der Bühne gelesen und berichtet wurde.

 

Bleibt mir, hier als einziges Anschauungobjekt das Cover der toll gestalteten Anthologie zu zeigen. (Diese kann man beim Literaturhaus kostenlos bestellen.)

Wer sich sogleich in die Texte vertiefen möchte, kann das online tun. Bitte hier entlang. Den meinigen gibt es auch direkt unter "Texte".

 

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So

25

Jan

2015

"... angezählt, ja, das ist der Mensch von Anfang an ..."

Kleinteilige Beschreibungen alltäglicher Vorgänge – „(Ich) stehe vom Sofa auf, gehe in den Flur, schlüpfe aus den Hausschuhen und hinein in die Straßenschuhe und öffne die Wohnungstür, greife im Hinaus­gehen noch nach meinem Mantel“ – verführen mich nicht zum Weiter­lesen einer Geschichte. Da ich aber wissen wollte, was es mit Max Schmeling als Figur in dem jüngst erschienenen Roman „Zurück zum Feuer“ von Saskia Hennig von Lange auf sich hat, habe ich die Lektüre fort­gesetzt. Gottseidank!

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Di

30

Dez

2014

Kläppchen - Nachtrag

Während andernorts auf´s ganze Jahr zurückgeblickt wird, blicken wir hier nur auf einige Kläppchen zurück. Es sind nämlich noch ein paar Fragen offen.

Das darf nicht so bleiben.

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Fr

05

Dez

2014

5. Kläppchen - Huuh

Manche Leute haben ja sonderbare Hausmadonnen in ihren Heiligennischen stehen.

Goldbömmel an der Mütze und Tannenbaum als Ohrwärmer. Alles klar. Hauptsache Prunken und Prahlen. Und vor lauter XXL die Statik des Hauses aus dem Blick verlieren. Schon reißt und knistert es im Gebälk. Was heute noch ein Haarriss, kann morgen schon ein klaftertiefer Spalt sein. Wird sich die korpulente Hausheilige am Ende als Unheilsmadonna erweisen?

Wir wollen ja nicht unken, liebe Hausbewohner, aber wisset: Vorm Fest geht der Teufel auf Stelzen!

(Hihihi)

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So

30

Nov

2014

Advent

In Zeiten ungebrochener Streikfreude von Lokführern und Flugkapitänen ist das schöne Wort "Ankunft" zu einem Reizwort verkommen. Weit und breit erntet es Hohn und Spott, sobald es ausgesprochen wird. Das ist bedauerlich. Denn eigentlich wohnt dem Wort ein Zauber inne. Der Zauber einer Gewissheit, man werde etwas erreichen, werde ankommen, ein freudiges Ereignis stehe ins Haus.

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Di

04

Nov

2014

"Brockmann lehrt, wie man" ... Heilige verehrt

Laut neuesten Umfragen im Bekanntenkreis verliert die schöne Tradition der Heiligenverehrung mehr und mehr an Bedeutung. Das ist nicht nur schade, sondern steht auch im Widerspruch zur wachsenden Anzahl der Heiligen (die komischen mal nicht mitgezählt).

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Fr

10

Okt

2014

Schriftstellerin

Heute wurde der  offene Brief an die ORF- und 3satÖsterreich-Sendeanstalten veröffentlicht, die mit der wunderbaren Bachmannpreis-Jurorin Daniela Strigl "unfein" (Strigl) verfahren sind. Den Brief mitzuunterzeichnen, war für mich eine Selbstverständlichkeit: Ich wertschätze die Arbeit von Frau Strigl hoch und verabscheue stillosen Umgang im menschlichen Miteinander. Nicht selbstverständlich war, wie ich unterzeichnet habe. Beim Kästchen "Beruf/Funktion" habe ich nach kurzer Überlegung "Schriftstellerin" eingetragen. Zum ersten Mal. Öffentlich. Mit großem Ernst. Und natürlich auch Scham.

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Mi

10

Sep

2014

Lesen am Donaukanal

Schöne Anzeige
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Sa

06

Sep

2014

"Die Erbseninseln" in Wien

Dauernd hat´s geregnet in Wien in letzter Zeit. Dann schlägt vorgestern das Wetter um und schönstes  Sommerwetter tritt auf den Plan. Das ist sehr von Vorteil, wenn man eine Buchpräsentation als Open-air-Veranstaltung plant.

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Mi

03

Sep

2014

Verlagsankündigung: Buchpräsentation "Die Erbseninseln"

 
 

Liebe Frühzeitige und Termingemäße,
liebe Rechtzeitige und Zuspätkommende,
liebe Pünktliche!

Zu spät ist gleichermaßen unpünktlich wie zu früh. Wir möchten in jedem Fall möglichst zeitgerecht sein und erinnern deshalb kurzfristig nochmals an die Buchpräsentation und Lesung:

Die Erbseninseln

Zehn Passagen zur wohl kleinsten Inselgruppe Europas

Doris Brockmann reist von den Ufern der Lippe in Dorsten an die Gestade des Donaukanals in Wien, um aus ihrem Buch »Die Erbseninseln« zu lesen. Anschließend stoßen wir frei nach dortigem Brauch mit Schlehenschnaps auf die Neuerscheinung an. Und für jene, die vom Klaren nicht satt werden, wird heiße Erbsensuppe serviert. Velbekomme!

Freitag, 5. September 2014
Beginn 19 Uhr

Central Garden
Untere Donaustraße 41
1020 Wien

Ausweichtermin und Veranstaltungsort bei Schlechtwetter:

Samstag, 6. September 2014, Beginn 19 Uhr
MACHFELD Studio, Max-Winter-Platz 21/1, 1020 Wien

Schon auf dem Sprung,
Virgil Guggenberger & Wolfgang Gosch



Edition Krill
Edition Krill · Czerninplatz 1/10 · 1020 Wien
www.editionkrill.at
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Fr

15

Aug

2014

Erbsenhäppchen

Hurra!!!

Es hat das Licht der Welt erblickt!

 

Das "Erbseninseln"-Büchlein ...

 

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So

20

Jul

2014

Wir gingen

Wir gingen den Feldweg entlang, über Stock und Stein, unter der Sonne, die uns hinderte. Wir gingen zu schattigen Plätzen, damit wir länger aushalten konnten. Das Schwirren des Sommertages sollte uns nichts anhaben. Das ging eine ganze Zeit lang gut.

 

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Di

08

Jul

2014

Klagenfurt - Am Rande des Geschehens 2

Wenn ich die Sybil Gräfin Schönfeldt der Bachmannpreis-Veran­staltungen wäre, würde ich das Tragen von Socken oder geschlos­se­nen Schuhen (zumal für Herren) auf die Kleiderordnung setzen.

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Sa

05

Jul

2014

Bachmannpreis 2014 - 5 / Lesungen der ersten zwei Tage

Vor lauter Hören und Lesen komm ich hier live in Klagenfurt kaum zum Schreiben.

Aber Sprechen geht noch so einigermaßen. Bitte auf "mehr lesen" clicken.

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Never forget lesson no. 1
Never forget lesson no. 1