Offene Gartenpforte

Heute ist es hier ein wenig kühler und bedeckt. Eine gute Gelegenheit, sich das Draußen einmal von drinnen aus anzuschauen. Es gibt da ein paar Fotos, auf denen  an-nä-hernd erahnt werden kann, in welch muggeligem Biotop ich mich seit Wochen aufhalte - nein-nein, nicht auf der faulen Haut, sondern feste busy in gardening, und das ist sooo erholsam. Echt.

Also hereinspaziert und gucken/zoomen.

Im Teich gibt es Seerosen, Mummeln und Goldfische. Drumherum ein trächtiges Zitronenbäumchen (Kübel), Lavendel, Margeriten, Rosen, Pulsatilla, Lilien, usw. Manchmal kommen auch ein Frosch oder eine Kröte vom nahegelegenen Schwimmteich rübergewandert und stoßen - sehr gerne nächtens - so schlimme Balzrufe aus, dass man von Stund an nicht mehr gegen die Todesstrafe ist und am nächsten Morgen zum Spaten greifen möchte. Aber dann ist der nächste Tag oft so schön, dass man denkt: Nee, kein Tag zum Morden.

Der Lieblingsmensch ist für die Insektenhotels zuständig.

Im letzten Jahr gegründet, hat sich die Qualität von Lage und Roomservice der kleinen Herbergen offenbar so gut unter den Gästen herumgesprochen, dass bereits jetzt nahezu alle Zimmer belegt sind. Mundpropaganda ist immer noch die beste Werbung!

Der kleine Hausgarten neben der Terrasse. Im Hochbeet explodieren gerade zwei Brokkoli-Pflanzen, umringt von drei Buschbohnen, einem Streifen Möhren und buntem Schnittsalat.

Vorne sieht man Kohlrabi, Buschbohnen, und Radieschen.

Und was steht da links in der Ecke vom Gewächshaus?

Das sind sechs ehemalige, nun prächtig entwickelte Linda-Saatkartöffelchen im Pflanzsack.

Bereits im März gesetzt (im unteren Viertel des Sackes), zeigten sich dank des warmen Gewächshausklimas schon nach wenigen Tagen die ersten Triebspitzen. Dann begann das Hütchenspiel: Erde drauf - Trieb lugt durch - Erde drauf - Trieb lugt durch ... bis der obere Rand des Sackes erreicht ist. Ab dann heißt es: Warten und immer schön gießen.

Seit Mitte Mai tastet die Gärtnerin allmorgendlich den dicken Kartoffelsackbauch hebammengleich ab und kann es kaum erwarten, die Erdäpfelwundertüte endlich auszukippen.

Hier liegt eine kleine optische Täuschung vor. Hihihi.

Links sehen wir große buschige Zuckerschoten, rechts Minipaprika.

Die Paprikapflanze stammt vom letzten Jahr. Im späten Herbst waren noch so viele Blüten dran, dass ich es nicht über mich brachte, sie wegzuwerfen. Also kam sie auf die Fensterbank und blühte, ruhte ein wenig und blühte dann ab Februar/März wie der Deubel, schon kamen Fruchtansätze hinterher, und nun haben wir die ersten kleinen Dinger schon in Gestalt von Paprika-Muffins verkostet.


Natürlich gibt es hier nicht nur Nutz-, sondern auch viele Zierpflanzen.

Rosen, zum Beispiel. Rechts meine einzige David-Austin-Rose mit betörendem Duft - so betörend, dass sich manche (meist männliche) Besucher abwenden und sagen: "Das hat so was von Alte-Tanten-Parfum." Solchen Banausen wird hier selbstverständlich kein PIMM`S ausgeschenkt.

Links eine dickknollige weiß-rosa changierende Rose, die zwar kaum riecht, dafür aber zehnmal besser = länger in der Vase hält und sich nicht wie die Engländerin peu à peu entblättert, sondern sich eines Tages ganz verknollt und dann einfach abploppt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Meike (Samstag, 20 Juni 2015 09:22)

    Hiermit möchte ich mich für einen Kaffee am 8. August im Paradies anmelden. Sieht ja toll aus bei Euch.

  • #2

    Doris Brockmann (Samstag, 20 Juni 2015 09:58)

    Zack, schon steht´s im Kalender!
    Wir freuen uns auf Deinen Besuch!

  • #3

    Meike (Freitag, 26 Juni 2015 17:15)

    Juhu, Johannes würde auch gern mitkommen. Wir freuen uns.

Never forget lesson no. 1
Never forget lesson no. 1